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Finanzausschuss beschließt einmalig 100.000 Euro für den Archäopark

Finanzausschuss beschließt einmalig 100.000 Euro für den Archäopark
Weitere 250.000 Euro werden einmalig für Welterbestätten bereitgestellt
Ulmer Museum und Steinzeitdorf in Ehrenstein gehen wieder leer aus

Erst am gestrigen Donnerstag und nicht wie fälschlicherweise verbreitet schon letzte Woche hat der Finanzausschuss des Landtags 100.000 Euro für den Archäopark in Niederstotzingen bereitgestellt. Den einstimmig gefassten Beschluss nennt der Vorsitzende des Finanzausschusses Martin Rivoir einen Tropfen auf den heißen Stein, der eigentlich zu viel zum Sterben und zu wenig zum Leben ist. Rivoir: „Leider ist dieser Betrag einmalig für das Jahr 2022 vorgesehen. Wie es danach weitergeht, ist völlig offen“.

Weiterhin wurden für Welterbestätten allgemein einmalig Mittel in der Höhen von 250.000 Euro bereitgestellt. Als Verwendungszweck werden Sicherungsmaßnahmen an den Höhlen des Welterbes Eiszeitkunst und ein Festakt mit Bürgerfest im Zusammenhang mit dem neuen Welterbe „Great Spa Towns of Europe“ Baden-Baden genannt.

Ärgerlich nennt Rivoir, dass sich die Regierungsfraktionen nicht dazu durchringen konnten, die neue Präsentation des Löwenmenschen im Museum Ulm zu unterstützen. Hier schießt der Bund eine Million zu, das Land hält sich aber mit einer Ko-Finanzierung vornehm zurück.

Auch eine weitere regionale Welterbestätte, nämlich das Steinzeitdorf in Ehrenstein, geht wieder leer aus.

Rivoir verweist auf die finanzielle Unterstützung der keltischen Welterbestätte Heuneburg mit mehreren Millionen Euro durch das Land, von denen für 2022 eine Million Euro freigegeben wurde. Rivoir: „Das ist die Liga, in der wegen der Einzigartigkeit der Funde gespielt werden muss. Offensichtlich haben dies die Verantwortlichen in der Landesregierung trotz der aktuellen Geldschwemme nicht erkannt.“

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